Veranstaltungen

Abrahamsfest in Marl

Das seit Herbst 2001 jährlich regelmäßig stattfindende Abrahamsfest erfreut sich einiger Aufmerksamkeit.

Überall auf der Welt entstehen Initiativen, die dem “Kampf der Kulturen” einen “Dialog der Religionen” entgegensetzen, im Namen Abrahams als gemeinsamem Vater von Juden, Christen und Muslimen. Die versöhnliche Botschaft geht von der spanischen Metropole Madrid ebenso aus wie vom Ruhrgebietsstädtchen Marl. Ganz im Sinne der neuen Abrahams-Bewegung appellierte König Abdullah persönlich an seine Gäste: “Lass unseren Dialog einen Triumph werden des Friedens über Konflikte und Kriege, der Brüderlichkeit über den Rassismus”. Auch von höchster jüdischer Stelle kommt ein Vorstoß. Parallel zu den Vereinten Nationalen sollte eine Orgnisation der “Vereinten Religionen” gegründet werden, schlägt der israelische Oberrabbiner Metzger, vor Metzger: “Wir Frommen sprechen dieselbe Sprache…..“ (s.108,Unterstreichung von Marl durch Verfasser

QUELLE: SPIEGEL (zu Weihnachten) Nr. 52, 20.12.2008 mit dem Schwerpunkt „Abraham. Christen,Juden, Muslime: Wem gehört der Urvater der Religionen?“ wird auf das Abrahamsfest Marl.

Eröffnung des 21. Abrahamsfestes

der Christlich-Islamisch-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft (CIJAG) Marl-Kreis Recklinghausen-19. Semptember 2021

Seht doch, wie gut und herrlich ist’s… – wenn Geschwister in Eintracht beieinander wohnen.

Dieser Vers aus Psalm 133 wurde in der Eröffnungsfeier von Repräsentant*innen der drei abrahamitischen Religionen mit Leben gefüllt. Zum 10. Mal schon fand die Auftaktveranstaltung des jährlichen interreligiösen Festivals in der Synagoge der jüdischen Kultusgemeinde Recklinghausen statt – immer. noch unter coronabedingten Einschränkungen aber zum Glück schon mit mehr Teilnehmenden als im letzten Jahr. Nach dem herzlichen Grußwort des Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen Dr. Mark Gutkin hielt Bodo Klimpel, Landrat des Kreises Recklinghausen die Festrede. Er nahm das Thema ,,Utopisches in Krisenzeiten – gemein sam unterwegs” auf, indem er an die Bedeutung des Zusammenhalts erinnerte gerade in Zeiten, da Kräfte von innen und außen die Gesellschaft zu spalten drohen. 9/11 jährte sich zum 20. Mal, aber bis heute gibt es vermeintlich religiös begründe te Terroranschläge – in Halle, Hanau und – ganz aktuell geplant und zum Glück verhindert in Hagen, die Hass und Zwietracht säen wollen. Vor diesem Hintergrund würdigte er ausdrücklich das Engagement der CIJAG. „Hoffnung und Zuversicht wachsen, wo Angst, Vorurteile und Misstrauen überwunden werden”. Auch die jüngsten Erfahrungen angesichts der katastrophalen Überschwemmungen im Ahrtal und Sauerland zeigen, dass Kraft und Mut auch schlimmen Schicksalsschlägen zu begegnen aus gegenseitiger Hilfe und Halt erwachsen. Im Zentrum der gemeinsamen Aktivitäten steht in diesem Jahr die Sorge um die Zukunft der jungen Menschen und zu künftiger Generationen. Nur zusammen werden wir die Herausforderungen, die mit dem Klimawandel verbunden sind, meistern,” betonte so auch die Marler Kulturdezernentin Frau Schwidrik-Grebe. Sie sprach stellvertretend für alle Bürgermeister des Kreises das Grußwort. Lebhaft untermalt wurden die Wortbeiträge durch Musiker*innen aus den drei Gemeinden, Arkadij Gutkin, Jessica Burri und Beyza Koese. Der offizielle Teil schloss mit einem Segen durch Kantor Isaac Tourgman, der alle Gäste zum lockeren Gedankenaustausch und einem delikaten ko-scheren Essen ins vorbereitete Zelt einlud.

Mehr als 20 Veranstaltungen umfasst das Programm 2021, 2/3 davon mit Kindern und Jugendlichen und Kooperationspartnern in der Bildung. Das berechtigt zur Hoffnung, dass eine Gesellschaft wächst, die Unterschiede aushält, Konflikte lösen lernt und Vielfalt als Chance und Bereicherung erlebt. In diesem Sinne sei hier zu zwei Veranstaltungen besonders eingeladen: Sa. 6.11. – 17 Uhr, Scharoun schule Marl: Konzert der Hoffnung „Music for  Hope” Aeham Ahmad, „der Pianist aus den Trümmern”. Er verkörpert eine gelungene Verbindung von orientalischer Musik und europäischer Klassik.

Do. 11.11. – 19 Uhr, Gem.haus der Kulturen/ Pauluskirche, Marl: „Religiöse Vielfalt als gottgewollt- pluralistische Theologien in Judentum und Islam”, Prof. Perry Schmidt-Leukel (Münster), Experte im interreligiösen Dialog.

Heidi Blessenohl, ev. Pfarrerin in Marl FOTO: Alexander Libkin

 

Das vollständige Video des Ereignisses kann man unter https://youtu.be/B5H7aUPA8B0 anschauen

 

 

 

 

 

Kulturprogramm: Treffpunkt Synagoge